Zur Behinderung |
Als Folge eines schweren Unfalls im Jahr 1976 erlitt ich eine komplette Tetraplegie im Bereich C5/C6 (Halswirbelbereich). Einem berühmten Zeitgenossen geschah ein ähnliches "Mißgeschick": Richtig! Christopher Reeve, Superman (der am 10. Oktober 2004 leider verstarb), landete im Rollstuhl.
Die Lähmung geht von den Schultern abwärts los, auch Hände und Finger sind betroffen. Da stellt sich die Frage: Ist ein solches Leben noch lebenswert? Nach 28 Jahren im Rollstuhl kann mit Fug und Recht sagen: Es ist! Mit mir sind einige Leute der gleichen Meinung. Wir engagierten uns im Klub für Körperbehinderte und ihre Freunde e.V. in Bitterfeld für Behinderte, die das gleiche "Glück" wie wir hatten. Doch im Laufe der Zeit verschwand ein wenig dieses solidarische Gemeinschaftsgefühl, was man aus früheren DDR-Zeiten kannte - zum einen, weil einige Freunde nicht mehr unter uns weilen, und zum anderen, weil sich die Bedingungen der persönlichen Umfelder sich grundlegend änderten. Das hindert mich aber nicht daran, mich weiterhin für Personen zu engagieren, deren private Situation schlechter als die eigene ist.
Auf den folgenden Seiten findet Ihr einiges zu meinen Aktivitäten. Die Gedankenlosigkeit wie auch Gleichgültigkeit gegenüber unseren Problemen zwingt einen Behinderten geradezu zur Aktivität. Das geht schon bei der mißbräuchlichen Benutzung von Behinderten-Parkplätzen los. In diesem Zusammenhang stelle ich immer fest: Ich bin nicht behindert, sondern ich werde behindert.
Voraussetzung für eine derartige Aktivität ist die Beweglichkeit. Da die öffentlichen Verkehrsmittel trotz großer Bemühungen immer noch kein spontanes Reisen zulassen, ist die Möglichkeit der motorisierten Fortbewegung nicht hoch genug einzuschätzen. In den meisten Fällen wird es das Auto sein, aber auch das Motorrad (bzw. Trike!) ist möglich.
Eine andere wichtige Vorraussetzung ist natürlich eine intakte Gesundheit. Mein Rezept dafür lautet: Tauchen für Behinderte. Die Chancen stehen gut, daß aus diesem Experiment mal eine medizinische Therapie wird.
Wer noch weiterführende Informationen zu Tauchen oder Motorisierung für Behinderte sucht, sei auf meine Linkseite verwiesen. Sollten dann noch Fragen bestehen, schickt ruhig mal eine Email, ich werde sie dann so schnell wie möglich beantworten.
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